Gregor Stäheli

Slam Poet. Moderator. Schreiber. Schwätzer.

agenda.

  • Fri
    06
    Jan
    2017

    Poetry Slam

    20:30Schützi, Olten

    Im Team mit Diego Häberli

  • Mon
    09
    Jan
    2017

    Lesebühne

    20:30Acapulcobar, Zürich
  • Thu
    02
    Feb
    2017

    Süss Sauer Slam

    19:30Werkhof 102, Bern
  • Sun
    12
    Feb
    2017
    Mon
    31
    Jul
    2017

    Abwesenheit

    Perth, Australia

blog.

Lieber Cocktail statt Glühwein

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Ich bin kein Winterkind. Doch eines habe ich mit Väterchen Frost gemeinsam: Wir beide haben Mühe, uns zu entscheiden. Während er im Dezember noch zwischen «Obacht, Winter is coming» und «Warte mal, ich muss nochmal zurück, hab zuhause was liegen lassen» hin und her schwankte, ist er nun definitiv da. Und er ist kalt, schweinekalt sogar. Ich habe das Glück, in einer Omawohnung aus den 60er-Jahren wohnen zu dürfen. Diese hat eine derart schlechte Thermoeffizienz, bei der jedem Minergie-Haus vor Schreck die Solarpanels vom Dach fliegen würden. Der Heizregler ist zudem hypersensibel und so fühlt man sich wie ein Bombenentschärfer in einem Agentenfilm, während man zwischen Eiskunsthalle und Saunaerlebnisparadies hin und her hantiert.

Ich bin kein Winterkind. Naja, ich will jetzt auch nicht nur Schlechtes berichten. Ein bis zwei Tage im Jahr stelle ich mich auf ein Snowboard. Und dann mag ich die Jahreszeit im kalten Weiss sogar für ein paar Momente. Aber nur mit mindestens zwei Stunden Mittagspause bei einem 30-Franken-Pommes-Teller und gehörig Après-Ski nach der verfrühten Talabfahrt um halb Drei. In allen anderen Belangen ziehe ich den Sommer vor. Das Warme, das Sonnige, das Leichtbekleidete. Zwar werde ich nie wirklich braun. Dafür langsam nicht mehr so schnell rot – immerhin.

Lieber Cocktail statt Glühwein. Lieber Flipflops statt Moonboots. Lieber Rallye Dakar statt Ski-WM. Ich bin kein Winterkind. Doch jetzt ist er da. Und er ist gnadenlos kalt. Und jetzt reicht’s mir; ich verschwinde. Vor mir steht ein halbes Jahr Australien. Austauschsemester in Perth und Reisen bis Ende Juli. Fast Sechs Monate mit Kängurus boxen, auf Haien reiten, gegen Krokodile kämpfen und «Schweizer-In-Australien»-Klischees studieren.

Leider heisst das auch, dass ich bis dahin keine Auftritte mehr zu verzeichnen haben werde. Zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Somit verpasse ich auch die diesjährigen Schweizermeisterschaften. Zu eurem Glück, ihr Schufte, zu eurem Glück… Pünktlich zum Saisonbeginn nach der Sommerpause werde ich allerdings wieder am Start sein. Dann hoffe ich mit neuer Energie, zahlreichen Ideen und frischen Texten vor euch stehen zu können.

Natürlich bleibe ich nicht komplett vom Erdboden verschwunden. Bin ja nur auf der anderen Seite. Und selbst dort nochmals richtig abgeschottet von Melbourne, Sydney und Brisbane – dem natürlichen Habitat von Schweizer Maturandinnen. Ich bleibe aber am Netz so gut es geht und werde von mir hören lassen. Schreibaufträge nehme ich natürlich immer noch herzlich gerne entgegen, nur mit Auftritten wird es schwierig. Also es geht schon, einfach mit unglaublich hohen Reisespesen. In dem Sinne – passt auf euch auf. Tut nicht zu wild. Und habt eine schöne Zeit. Euer Gregor.

info.

slam poet.

Mit nicht mehr als einem selbst­ge­schrie­be­nen Text in der Hand oder im Kopf und 6 Mi­nu­ten Zeit­bud­get muss beim Poetry Slam das Pub­li­kum für sich ge­won­nen werden. Nicht nur we­gen der tra­di­tio­nel­len Sie­ger­prä­mie – ei­ner Fla­sche Whis­ky – hat sich Gregor die­ser Auf­ga­be in den letz­ten 8 Jahr­en schon hun­derte Male ge­stellt.

moderator.

Im Wett­kampf zu stehen, ist das eine. Durch einen sol­chen zu führen, das andere. Seit über 4 Jahren darf Gregor den Slam im Aca­pulco mo­derier­en. Ein­mal im Mo­nat wird es feu­er­poli­zei­lich eng in der Kult-Bar an der Zür­cher Lang­stras­se. Und das ist auch gut so. Denn an diesem Tra­di­tions­slam messen sich noch etablierte Künstler mit literarischen Jungfrauen.

schreiber.

Beim Poetry Slam ist die Per­­for­­mance die hal­­be Mie­te, wenn nicht gar noch mehr. Aber es gibt auch Mö­glich­kei­ten sich auf an­­de­ren Ka­­nä­len li­t­e­r­a­r­isch aus­­zu­­to­­ben. Ob Zei­tungs­ko­lum­ne, On­line­ru­brik oder Bro­schü­ren­bei­trag – Gregor schreibt ger­ne alles, was nicht ganz ernst ge­meint ist. Bis auf die Steuer­er­klä­rung.

schwätzer.

Das Wort an den Mann (oder die Frau) zu brin­gen – die­sen Auf­trag wusste Gregor be­reits als Klas­sen­kas­per zu wür­di­gen. Des­halb ist er durch­aus in der La­ge, aus der slam­me­ri­schen Kom­fort­zo­ne zu tre­ten und vor an­de­res Pu­bli­kum zu ste­hen. Bei­spiels­wei­se an Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, Schul­vor­trä­gen oder Fir­men­an­läs­sen.

Die Kelly Family wussten es, Elton John wusste es, ABBA wussten es, Eminem war sich seiner Sache da nicht so sicher, aber vor allem Ödipus wusste es: Mama ist die Beste.

«mama, die beste»

Diese Gesellschaft hat unzählige Probleme. Und ich bin eins davon.

«fit»

Viele sagen, sie seien schlecht im Schlussmachen. Mir fällt gerade auf, dass ich enorm schlecht im mit-mir-schluss-gemacht-worden-sein bin.

«holztüren sollten nicht stefan heissen»

Sie war so schön wie Schulfrei, so berauschend wie Radio im Tunnel und so atemberaubend wie Würgedraht.

«am ursprung des urteils»

Ich habe es langsam satt, wie die Spitex von Christoph Blocher immer nach dem Rechten sehen zu müssen.

«güsel»

Ich nahm dann aber nur das für mich brauchbare heraus und blendete den Rest einfach aus. Ich glaube das nennt man Journalismus.

«siegertyp»

Ein Fass ohne Boden ist ja immerhin noch ein Rohr.

«peter pan»

videos.

Zum Video «Peter Pan»

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Zum Video «Siegertyp»

Zum Video «Siegertyp»

Zum Video «Fit»

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bilder.

biografie.

person.

Gregor Stäheli (*1990 in Basel-Stadt) steht seit 2009 auf den Brettern, die seine Welt bedeuten – auf Poetry-Slam-Bühnen im gesamten deutsch­sprachigen Raum. Nun könnte an dieser Stelle betont werden, dass er sich schon immer für Literatur und Lyrik interessierte. Es könnte behauptet werden, dass er schon als kleiner Bücherwurm im Schlaf Goethe rezitierte. Aber all das wäre gelogen. Lesefaul und poesiefremd rutschte er mehr zufällig als prädestiniert im 19. Lebensjahr in die Slam-Szene. Seither fährt er mit learning-by-doing ziemlich gut.

stil.

Gregor Stäheli entdeckt als genauer Beobachter die lustigen, absurden, aber auch ruhigen Seiten des Lebens und verpackt das Beste daraus pointensicher in seine Texte. Ohne sich an Klischees zu vergehen, dafür mit viel Witz und Charme, bietet er Einblicke in seine Welt des zweifelnden Träumers – oft persönlich, meist selbstironisch, stets wortgewandt. So lässt er sein Publikum daran teilhaben, wie es ist, ein Siegertyp zu werden, wie man sich das müssige Studentenleben vorzustellen hat, oder welche Probleme sich aus Entscheidungs-Schwierigkeiten ergeben.
Mit zahlreichen Auftritten und Slam-Siegen hat er sich in der Schweizer Poetry-Slam-Szene einen Namen gemacht – und gehört unumstritten zu dessen wichtigsten und aktivsten Vertretern.

Ein toller Typ.

diverse kollegen

Wer soll das sein?!

barack obama

Es liegt nicht an Dir!

diverse exfreundinnen

Ich bin stolz auf Dich.

mama

Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?!

jennifer aniston

Der schuldet mir noch Geld!

sepp blatter

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