Gregor Stäheli

Slam Poet. Moderator. Schreiber. Schwätzer.

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Über- und Untergangsjacken

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Die Zeit zwischen Spätsommer und Mittelherbst ist eine harte. Dies betrifft natürlich nicht diejenigen, in deren Kleiderschränken mehr Jacken hängen, als in der Hive-Garderobe an einem Samstagabend. Probleme gibt’s eher für Leute wie mich, die nur eine Leder-, eine Regen-, eine Winterjacke und einen superflauschigen Hoodie für ungeduschte Faulenzertage besitzen. Man muss sich morgens entscheiden und dann den ganzen Tag die Konsequenzen tragen.

Der Weg zur Arbeit gleicht einer Weltreise. Man erwacht morgens in der Arktis, duscht in den heissen Quellen Islands, rennt in der windigen Kälte Chicagos auf den Bus, schwitzt sich dort mit einer halben Milliarde anderen Pendlern im subtropischen ZVV-Kasten die Seele aus dem Leib und stapft im britischen Regen ins Büro, wo man je nach Gebäude entweder acht Stunden im Kühlschrank-Klima eines Las Vegas Casinos verbringt oder im sauerstoffarmen Smog Neu-Delhis vor sich hinvegetiert.

Was sich gerade so gut nach einem Wintertag anhören könnte, ist durch Hitzeschübe in der Mittagszeit ergänzt. Es ist die einzige Saison, in der die Wolken im Minutentakt über Schlottern und Schwitzen entscheiden können. Was das Aprilwetter innerhalb eines Frühlingsmonats durchmacht, passiert an gewissen Oktobertagen innerhalb 24 Stunden. Ja, der Oktober ist der April des Herbsts.

Da reicht eine einzige Jacke bei weitem nicht. Denn an einem einzigen Tag bedarf es schnell mal einer Winterjacke am Morgen, gefolgt von einem Spätsommerpullover. Gegen 12 Uhr braucht es dann je nach Wetterlage entweder einen Leuchtturmwärtermantel oder ein bauchfreies T-Shirt. Am späten Nachmittag kommt dann langsam aber sicher die Windjacke aus dem Schrank. Es folgt eine Übergangs- und danach eine Sonnenuntergangsjacke. Nachts ist es dann wieder so grausam Kalt, da benötigen sogar die Marder vom Nerzmantel eigene kleine Strickpullover.

Die Zeit zwischen Spätsommer und Mittelherbst ist eine teure. Als Student mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten schwitzt und friert man sich mutig bis November durch. In dem Sinne, fick dich Oktober.

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Mit nicht mehr als einem selbst­ge­schrie­be­nen Text in der Hand oder im Kopf und 6 Mi­nu­ten Zeit­bud­get muss beim Poetry Slam das Pub­li­kum für sich ge­won­nen werden. Nicht nur we­gen der tra­di­tio­nel­len Sie­ger­prä­mie – ei­ner Fla­sche Whis­ky – hat sich Gregor die­ser Auf­ga­be in den letz­ten 7 Jahr­en schon hun­derte Male ge­stellt.

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Im Wett­kampf zu stehen, ist das eine. Durch einen sol­chen zu führen, das andere. Seit rund 3 Jahren darf Gregor den Slam im Aca­pulco mo­derier­en. Ein­mal im Mo­nat wird es feu­er­poli­zei­lich eng in der Kult-Bar an der Zür­cher Lang­stras­se. Und das ist auch gut so. Denn an diesem Tra­di­tions­slam messen sich noch etablierte Künstler mit literarischen Jungfrauen.

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Beim Poetry Slam ist die Per­­for­­mance die hal­­be Mie­te, wenn nicht gar noch mehr. Aber es gibt auch Mö­glich­kei­ten sich auf an­­de­ren Ka­­nä­len li­t­e­r­a­r­isch aus­­zu­­to­­ben. Ob Zei­tungs­ko­lum­ne, On­line­ru­brik oder Bro­schü­ren­bei­trag – Gregor schreibt ger­ne alles, was nicht ganz ernst ge­meint ist. Bis auf die Steuer­er­klä­rung.

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Das Wort an den Mann (oder die Frau) zu brin­gen – die­sen Auf­trag wusste Gregor be­reits als Klas­sen­kas­per zu wür­di­gen. Des­halb ist er durch­aus in der La­ge, aus der slam­me­ri­schen Kom­fort­zo­ne zu tre­ten und vor an­de­res Pu­bli­kum zu ste­hen. Bei­spiels­wei­se an Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, Schul­vor­trä­gen oder Fir­men­an­läs­sen.

agenda.

  • Wed
    07
    Dec
    2016

    Lesen für Bier

    20:30Metzgerhalle, Luzern
  • Fri
    09
    Dec
    2016

    Interview SRF Virus

    ca. 11:00SRF Virus
  • Sat
    10
    Dec
    2016

    Moderation SRF Kurzfilmnacht

    22:15SRF Zwei
  • Mon
    12
    Dec
    2016

    Lesebühne

    20:30Acapulcobar, Zürich
  • Fri
    16
    Dec
    2016

    Poetry Slam

    20:30Grabenhalle, St. Gallen
  • Wed
    28
    Dec
    2016

    Slam-Moderation

    20:30Acapulcobar, Zürich
  • Fri
    06
    Jan
    2017

    Poetry Slam

    20:30Schützi, Olten

    Im Team mit Diego Häberli

  • Mon
    09
    Jan
    2017

    Lesebühne

    20:30Acapulcobar, Zürich

Die Kelly Family wussten es, Elton John wusste es, ABBA wussten es, Eminem war sich seiner Sache da nicht so sicher, aber vor allem Ödipus wusste es: Mama ist die Beste.

«mama, die beste»

Diese Gesellschaft hat unzählige Probleme. Und ich bin eins davon.

«fit»

Viele sagen, sie seien schlecht im Schlussmachen. Mir fällt gerade auf, dass ich enorm schlecht im mit-mir-schluss-gemacht-worden-sein bin.

«holztüren sollten nicht stefan heissen»

Sie war so schön wie Schulfrei, so berauschend wie Radio im Tunnel und so atemberaubend wie Würgedraht.

«am ursprung des urteils»

Ich habe es langsam satt, wie die Spitex von Christoph Blocher immer nach dem Rechten sehen zu müssen.

«güsel»

Ich nahm dann aber nur das für mich brauchbare heraus und blendete den Rest einfach aus. Ich glaube das nennt man Journalismus.

«siegertyp»

Ein Fass ohne Boden ist ja immerhin noch ein Rohr.

«peter pan»

videos.

Zum Video «Peter Pan»

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Zum Video «Siegertyp»

Zum Video «Siegertyp»

Zum Video «Fit»

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bilder.

biografie.

person.

Gregor Stäheli (*1990 in Basel-Stadt) steht seit 2009 auf den Brettern, die seine Welt bedeuten – auf Poetry-Slam-Bühnen im gesamten deutsch­sprachigen Raum. Nun könnte an dieser Stelle betont werden, dass er sich schon immer für Literatur und Lyrik interessierte. Es könnte behauptet werden, dass er schon als kleiner Bücherwurm im Schlaf Goethe rezitierte. Aber all das wäre gelogen. Lesefaul und poesiefremd rutschte er mehr zufällig als prädestiniert im 19. Lebensjahr in die Slam-Szene. Seither fährt er mit learning-by-doing ziemlich gut.

stil.

Gregor Stäheli entdeckt als genauer Beobachter die lustigen, absurden, aber auch ruhigen Seiten des Lebens und verpackt das Beste daraus pointensicher in seine Texte. Ohne sich an Klischees zu vergehen, dafür mit viel Witz und Charme, bietet er Einblicke in seine Welt des zweifelnden Träumers – oft persönlich, meist selbstironisch, stets wortgewandt. So lässt er sein Publikum daran teilhaben, wie es ist, ein Siegertyp zu werden, wie man sich das müssige Studentenleben vorzustellen hat, oder welche Probleme sich aus Entscheidungs-Schwierigkeiten ergeben.
Mit zahlreichen Auftritten und Slam-Siegen hat er sich in der Schweizer Poetry-Slam-Szene einen Namen gemacht – und gehört unumstritten zu dessen wichtigsten und aktivsten Vertretern.

Ein toller Typ.

diverse kollegen

Wer soll das sein?!

barack obama

Es liegt nicht an Dir!

diverse exfreundinnen

Ich bin stolz auf Dich.

mama

Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?!

jennifer aniston

Der schuldet mir noch Geld!

sepp blatter

kontakt.